Pflanzenschutztipp vom 6. Mai 2021

Apfelbaumgespinstmotten

Beginnende Gespinstbildung - Bekämpfung möglich, Foto: Hr. Storch, LLH

Beginnende Gespinstbildung – Bekämpfung möglich, Foto: Hr. Storch, LLH

In den beiden vergangenen Jahren war der Befall mit der Apfelbaumgespinstmotte teils sehr stark und in bekämpfungswürdigem Umfang, so wurde es z.B. in einigen Streuobstwiesen dokumentiert. Auch in den Sträuchern und in Heckenpflanzen wie z.B. der Felsenbirne und dem Weißdorn waren die Gespinstbildenden Raupen in auffälligem Maße in den letzten beiden Jahren aufgetreten. Diese Schmetterlingsraupen bilden dichte und teils große Nester aus Gespinstfäden und darin fressen sie bevorzugt die Blätter ab. Im Haus- und Kleingarten wird nur bei einem starken Befall die Bekämpfung mit dem biologischen Wirkstoff Bacillus thuringiensis empfohlen. Kleinere Nester können (zumindest bei kleinen Bäumen) mit der Schere entfernt werden.

Zur Behandlung: Die Apfelbaumgespinstmotte kann in den nächsten beiden Wochen gut mit dem genannten biologischen Präparat bekämpft werden, dann sind die Raupen noch sehr klein sind und die Gespinstbildung hat gerade erst begonnen. Herr Storch vom LLH empfiehlt, dass bei der Behandlung und in den folgenden Tagen die Lufttemperatur bei mindestens 15 °C liegen sollte, damit die Raupen genügend Wirkstoff über den Blattfrass aufnehmen können. Sonst kann die Wirkung ungenügend sein.

Siehe auch die Pressemitteilung des LLH

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Quelle: Regierungspräsidium Gießen, Dezernat Pflanzenschutzdienst