Pflanzenschutztipp vom 21. Juli 2021

Raupen an Kohlgemüse

Raupe des kleinen Kohlweißlings

Auf den Blättern des Kohlgemüses wie Kohlrabi, Weiß- und Rotkohl, Blumenkohl und Brokkoli findet man Lochfraß bis hin zu komplett abgefressenen Blättern und den zurückgebliebenen Blattrippen. Zum Teil sind die Raupen noch sehr klein, andernorts sind sie bereits groß und sorgen für Kahlfraß. Oftmals handelt es sich um die Raupen des großen oder des kleinen Kohlweißlings. Andere Raupen gehören zur Kohleule oder Kohlmotte. Bei kleinen Beeten können die Raupen abgesammelt werden. Es gibt zur Bekämpfung geeignete Pflanzenschutzpräparate auf Basis des biologischen Wirkstoffes Azadirachtin oder Bacillus thuringensis.

Kraut- und Braunfäule an Tomaten und Kartoffeln

beginnende Kraut- und Braunfäule an Tomate

Der regenreiche Sommer führt zur Ausbreitung zahlreicher Pilzkrankheiten, so auch der Kraut- und Braunfäule an Tomaten im Freiland und der Kraut- und Knollenfäule an Kartoffeln. Die Krankheit beginnt mit braunen Flecken an Teilen der Blätter, einzelne Früchte und am Stängel. Bei feucht-warmer Witterung breitet sich die Krankheit schnell aus und befällt die ganze Pflanze und führt zum vorzeitigem Absterben der Pflanze. Bei anfänglichem Befall können befallene Blätter und Früchte entfernt werden.

Vorbeugend kann man die Pflanzen überdachen, tolerante Sorten anbauen: Liste der Bayrischen Gartenakademie.

Werden erste Symptome sichtbar, können Fungizide eingesetzt werden. Bitte beachten Sie die Wartezeit und die Anwendungsbedingungen, teils dürfen die Fungizide nur bei Tomaten im Gewächshaus gegen die Kraut- und Braunfäule behandelt werden!

Tomaten im Gewächshaus

Samtfleckenkrankheit an Tomate

Auch Tomaten im Gewächshaus gut beobachten. Es breitet sich vereinzelt die Samtfleckenkrankheit aus, sie ist an den unscharf begrenzten gelb-grauen Flecken erkennbar. Zudem breiten sich die eingewanderten Schadwanzen weiter aus, bei Tomaten wird derzeit von Befall mit den Nymphenstadien der grünen Reiswanze berichtet, die an den Tomatenfrüchten saugen und Schadstellen hinterlassen. Die ersten beiden Nymphenstadien bleiben dicht im Verband sitzen, dann ab dem 3. Stadium verteilen sich die Tiere im Bestand. Die ersten Stadien sind schwarz gefärbt, mit hellen Punkten, erst das adulte Tier ist grasgrün mit charakteristischen weißen Punkten auf dem Halsschild. Sind einzelne Pflanzen betroffen, können Eigelege zerdrückt und erste Stadien abgesammelt werden.

Pilzkrankheiten an Stein- und Beerenobst

Grauschimmel an Himbeere
Fruchtfäule an Pflaumen

U.a. bei Himbeeren, Brombeeren, Erdbeeren und Heidelbeeren tritt der Grauschimmel auf, er befällt vor allem reifende und reife Früchte und kommt besonders in dicht stehenden und schattigen Beständen vor. Eine strikte Hygiene, d.h. befallene Früchte frühzeitig entfernen und dicht stehende Bestände durch Schnittmaßnahmen auflockern, verringern die Ausbreitung des Grauschimmels.

Die Fruchtfäule bei Kirschen und Pflaumen tritt so gut wie jedes Jahr auf, besonders in feuchten Jahren wie diesem. Die Früchte faulen noch während der Reife und auf den Früchten bilden sich typische kleine weiße Punkte. Bei Schnittmaßnahmen sollten möglichst alle Fruchtmumien aus dem Baum entfernt werden. Heruntergefallene befallene Früchte auflesen und entfernen.

Gartentelefon – 0561 7299-377

Das Gartentelefon ist ein Beratungsangebot der Hessischen Gartenakade­mie. Bei Fragen zu einzelnen Kulturen oder dem Auftreten von Schädlingen und Krankheiten steht Ihnen das Team der hessischen Gartenakademie mit einer fundierten Beratung zur Seite. 

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Quelle: Regierungspräsidium Gießen, Dezernat Pflanzenschutzdienst