Pflanzenschutztipp vom 14. August 2020

Kohlerdflöhe und Kohlmottenschildlaus an Kohlpflanzen

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Erdflohschäden an Kohlrabiblatt

Die kleinen Erdflöhe haben sich stark ausgebreitet in den letzten Wochen. Sie fressen kleine Löcher in die Blätter und fressen am Blattrand. Betroffen sind vorrangig verschiedene Kohlpflanzen. Auch die kleine weiße Kohlmottenschildlaus, die auch als weiße Fliege bezeichnet wird, konnte sich stark ausbreiten, sie sitzen meist auf der Blattunterseite. Die weißen Fliegen saugen an den Blättern und führen durch ihre klebrigen Ausscheidungen zu Verschmutzungen der Blätter.




Sonnenbrand an Kernobst

Sonnenbrandschaden an Apfel (Foto: ESTEBURG)
Sonnenbrandschaden an Apfel (Foto: ESTEBURG)

Die reifenden Äpfel und Birnen stehen kurz vor der Ernte und zeigen nun auf der zur Sonne zu gewandten Seite kleine bis große meist runde braune Flecken. Auch die Früchte können Sonnenbrand bekommen. Auch andere Obstarten wie z.B. Stachelbeeren sind betroffen. Stark betroffene / verbrannte Früchte reißen auf, faulen und fallen vorzeitig ab, dies lockt insbesondere Wespen an. Scheinbar sind grüne Sorten oder kräftig rotgefärbte Sorten anfälliger für Sonnenbrand. Früchte mit kleinen Sonnenflecken können dennoch geerntet und gegessen werden. Eine ausführliche Ausarbeitung zum Thema Sonnenbrand an Äpfeln (2019) hat Hr. Wiebusch dazu erarbeitet.

Nach der Ernte: Pflegemaßnahmen im Obst

Bei den Erdbeerpflanzen sollte nun spätestens das alte Laub entfernt werden, nur die Jungblätter bleiben stehen. Nun im August (bei genügender Bodenfeuchte) ist auch eine sehr gute Zeit neue Erdbeerpflanzen zu setzten. Die Jungpflanzen die sich an Seitentrieben gebildet haben kann man zunächst wurzeln lassen, bevor man die Seitentriebe entfernt. Auch das Beerenobst freut sich nun über etwas Pflege und Rückschnitt. Bei Johannisbeeren, Stachelbeeren usw. sind die meisten Früchte an den Zweigen, die nicht älter als 3 bis 4 Jahre sind. Abgetragenes Holz wird nach der Ernte bodennah entfernt, damit sich neue ertragreiche Triebe bilden können. Bei Himbeeren entfernt man die diesjährigen abgetragenen Ruten bodennah. Eine gute Anleitung bietet das Gartenjournal zu den einzelnen Beerenobstgehölzen.

Aktuell:

In den vergangenen Tagen fiel der lang ersehnte Regen auch die kommenden Tage bringen Regenwolken mit. Auch die Taubildung setzt nun durch die kühler werdenden Nächte ein – dies führt zu Infektionen mit den Falschen Mehltau Pilzen.

Ausstellung "Unkraut vergeht nicht" in Kassel
Ausstellung “Unkraut vergeht nicht” in Kassel


Ausgehtipp: In Kassel wird ab diesem Wochenende eine Karikaturenausstellung zum Thema Garten eröffnet. Sie trägt den schönen Titel “Unkraut vergeht nicht”. Obwohl es ja eigentlich nicht mehr Unkraut heißt, so erfahren wir in der Ausstellung z. B. dass es sich dabei um Pflanzen mit Integrationsbedarf handelt. Zur Einstimmung kann man beim HR-Info in das Interview mit der beteiligten Künstlerin Katharina Greve reinhören: Podcast.











Quelle: Regierungspräsidium Gießen, Dezernat Pflanzenschutzdienst