Pflanzenschutztipp vom 26. März 2021

Schwarzer Rindenbrand – Diplodia an Apfel

Diplodia am Stamm

Durch die langanhaltenden Trockenperioden in den letzten Jahren sind Bäume häufiger Trockenstress ausgesetzt und damit auch krankheitsanfälliger. Insbesondere junge Bäume auf Streuobstwiesen oder junge Bäume im Hausgarten die während der vergangenen Trockenperioden nicht gewässert wurden – können vom Schwarzen Rindenbrand – Diplodia betroffen sein. Die typischen Anzeichen sind schwarze, rissige Stellen am Stamm und im Bereich der Hauptäste, auf der Rinde können sich kleine warzige Stellen bilden, diese reißen auf und darunter befinden sich die sehr kleinen schwarzen Pilzfruchtkörper. Junge Bäume sterben in Folge dieser Pilzerkrankung ab. Vorbeugen kann man der Ausbildung dieser Krankheit in dem man insbesondere in Trockenphasen die jungen Bäume in den ersten Standjahren ausreichend wässert. Zudem kann mit einem Weißanstrich bei jungen Bäumen das Aufreißen der Rinde in Folge von Frost und Sonnenbrand verhindert werden – diese kleinen Verletzungen sind typische Eintrittspforten für diesen und andere Schaderreger

Salat

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Falscher Mehltau an Salat

Bei Salat, der im Gewächshaus kultiviert wird, steigt bei Frühlingstagen mit langer Sonneneinstrahlung die Gefahr für Innenbrand. Bei dieser Blattfäule entstehen an den Blättern im Inneren des Salatkopfes Nekrosen an den Blatträndern. Das führt zu einer Fäule im Salatinneren. Diese Fäule wird durch einen Calcium-Mangel bei den jungen Blättern im Inneren verursacht. Diesem physiologischen Schaden kann vorgebeugt werden, indem die Salatpflanzen über ein gut ausgebildetes Wurzelsystem verfügen. Dies wird gefördert, indem die Erde in den Pflanzgefäßen relativ trocken gehalten wird, wenn der Salat bereits angewurzelt ist. Falls möglich, kann eine zeitweilige Schattierung über die Mittagsstunden erfolgen. Bei Salat im Freiland tritt häufig bei feuchter Witterung Blattflecken auf, die vom Falschen Mehltau verursacht werden. Eine Züchtungsiniative von Sativa Rheinau und Prospecierara bittet um Mithilfe von Hobbygärtnern. Auf Ihrer Homepage: www.mit-vereinten-gaerten.org – Salatprojekt können sich interessierte Gärtner anmelden und Saatgut von alten und Mehltautoleranten Salatsorten erhalten, Voraussetzung ist ein Beet mit einer Fläche von mind. 5 m².

Beerenobst Schildläuse bekämpfen

Das Beerenobst ist vielerorts noch nicht ausgetrieben, daher sind bei Befall die anhaftenden Schildläuse gut erkennbar. Falls der Befall sehr stark sein sollte, kann zur Befallsminderung ein Pflanzenschutzmittel auf Rapsölbasis verwendet werden.

Aktuell:

Saatgutbibliotheken öffnen Ihre Pforten. In einigen Städten sind sie bereits zu finden, oft in den Räumen der städtischen Bibliothek oder der Universitätsbibliothek. Hier kann der interessierte Gärtner Saatgut von alten, heimischen Kultursorten ebenso wie Saatgut von heimischen Wildpflanzen erhalten. Der Gedanke dahinter ist, die Artenvielfalt – Biodiversität im eigenen Garten zu erhöhen und einen Ort für den Austausch von Pflanzensamen zu schaffen.

Quelle: Regierungspräsidium Gießen, Dezernat Pflanzenschutzdienst