Pflanzenschutztipp vom 25. April 2019

Apfelbaumgespinstmotte

Gespinst der Apfelbaumgespinstmotte

Aktuell steht die Bekämpfung der Apfelbaumgespinstmotte an, in Südhessen ist Mitte nächster Woche ein günstiger Zeitpunkt in Nordhessen ist es von Mitte bis Ende der nächsten Woche soweit. Diese Schmetterlingsraupen bilden dichte und teils große Nester aus Gespinstfäden und darin fressen sie bevorzugt die Blätter ab. Im Haus- und Kleingarten wird nur bei einem starken Befall die Bekämpfung mit dem biologischen Wirkstoff Bacillus thuringiensis empfohlen. Kleinere Nester können (zumindest bei kleinen Bäumen) mit der Schere entfernt werden.

Behandlung gegen den Eichenprozessionsspinner hat in Südhessen begonnen

Eichenprozessionsspinner

Derzeit werden aus der Luft und vom Boden aus wieder Pflanzenschutzmaßnahmen gegen den Eichenprozessionsspinner durchgeführt. Diese Schmetterlingsraupen werden vor allem deshalb bekämpft, weil sie ab dem 3. Larvenstadium Brennhaare ausbilden, die beim Menschen schwere allergische Reaktionen auslösen können. Vorrangig werden biologische Insektizide mit Bacillus thuringiensis ausgebracht.

Echter Mehltau an vielen Zier- und Nutzpflanzen

Echter Mehltau an Flieder

Das schöne Wetter um Ostern hat die Infektion und Ausbreitung der Echten Mehltaupilze begünstigt. An vielen Ziergehölzen wie z. B. Flieder, Rose und Hortensie, aber auch an Nutzpflanzen wie z.B. Apfel und Salbei sind die weißen Pilzrasen auf den Blättern zu entdecken. Die Vertreter der Gruppe der Echten Mehltaupilze ist sehr spezifisch und oft nur auf einzelne Wirtspflanzen spezialisiert, sodass die Ansteckungsgefahr unter verschiedenen Pflanzen gering ist. Oft reicht eine Bekämpfung per Schere, indem die betroffenen Pflanzenteile entfernt werden, bei wertvollen Einzelpflanzen ist eine Behandlung mit einem dafür zugelassenen Fungizid möglich.

Aktuell:

Der Borkenkäfer ist wieder aktiv, schwärmt aus und befällt neue Bäume – in der Regel Fichten. Die Bäume sind geschwächt durch den trockenen Sommer 2018 und können dem Befall wenig entgegensetzen. Genauere Informationen bietet der Hessenforst.

Quelle: Regierungspräsidium Gießen, Dezernat Pflanzenschutzdienst

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