Pflanzenschutztipp vom 11. April 2019

Rosenschnitt

Falls nicht schon geschehen, sollte nun an den Rosenschnitt gedacht werden. Die vom Rosenrost oder Sternrußtau befallenen Triebe und Blätter müssen ebenso entfernt werden wie die alten Hagebutten.

Rosenrost auf der Blattoberseite

Die zu eng stehenden Triebe sollten ausgelichtet werden, damit die regennassen Blätter schnell abtrocknen können um die Infektion mit Pflanzenkrankheiten einzudämmen. Zusätzlich kann mit dem fachgerechten Einsatz von Fungiziden die Ausbreitung dieser Krankheiten und dem Echter Mehltau an Rosen gebremst werden. Mit einem geeigneten Präparat muss ab den ersten sichtbaren Symptomen behandelt werden. Hierfür stehen u.a. folgende Wirkstoffe zur Verfügung: Tebuconazol, Azoxystrobin und Difenoconazol

Steingärten sind schlecht für die Artenvielfalt an Pflanzen und Insekten

In den deutschen Vorgärten werden immer häufiger Steingärten angelegt. Der größte Teil der Fläche ist mit Kies, Steinen, Rindenmulch und gefärbten Holzschnitzeln oder Glassteinchen abgedeckt.

Steingarten

Ab und zu ist ein einzelner kleiner Strauch oder eine einzelne Grasstaude eingepflanzt. Diese Art der Gartengestaltung ist einfach zu pflegen, jedoch haben die Vorgärten einen entscheidenden Nachteil gegenüber blühenden und abwechslungsreich gestalteten Gärten – Insekten finden keine Nahrung und Pflanzen können sich hier nicht ausbreiten. Steingärten sind im Prinzip weitere versiegelte Flächen die für den Lebensbereich der Tiere und Pflanzen entzogen wurden. Um ein Zeichen gegen das Insektensterben und den Kleinvögel- und Amphibienschwund zu setzen, lässt man in seinem Garten natürlich gewachsene kleine Rückzugsgebiete. Ein Plädoyer gegen Steingärten hat nun der NABU verfasst.

Infektion mit Apfelschorf findet nun statt

frische Apfelschorfinfektion

Die Ausbreitung und Neuinfektion mit den Erregern des Apfelschorfs findet nun statt. Die Infektion geht von befallenem alten Laub unter den Apfelbäumen aus. Bei länger anhaltender Blattnässe ist die Infektion mit dem Pilz erfolgreich und es bilden sich anfänglich kleine runde Blattflecken aus. Später werden auch die Früchte befallen. Indem man das alte Laub aus dem Vorjahr gründlich entfernt und die Baumkrone jährlich auslichtet, verringert sich die Befallsgefahr erheblich. Eine Behandlung mit Pflanzenschutzmitteln ist im sehr kleingliedrigen und eng bepflanzten Garten nicht empfehlenswert.

Quelle: Regierungspräsidium Gießen, Dezernat Pflanzenschutzdienst

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.