Pflanzenschutztipp vom 08. Oktober 2019

Leimringe zum Schutz vor Frostspannern anbringen

Vor dem ersten Frost müssen die Leimringe an den Baumstamm angebracht werden, um das Obst gegen den Frostspanner zu schützen. Idealerweise erfolgt die Anbringung bis zum 15. Oktober.

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Frostspannerweibchen auf Baumrinde

Mit Beginn des ersten Frost sind die Frostspanner aktiv. Die Weibchen sind flugunfähig und kriechen die Baumstämme hinauf, um an jungen Trieben ihre Eier abzulegen. Auf diesem Weg in die Baumkronen kann man die weiblichen Frostspanner mit Hilfe von Leimringen fangen, bevor sie ihre Eier ablegen. Sie werden nach Gebrauchsanleitung fest am Stamm der Gehölze und ggf. auch am Baumpfahl befestigt. Die Leimringe sollten regelmäßig auf festen Sitz und ausreichende Funktionstüchtigkeit kontrolliert werden. Verschmutzte oder eingetrocknete Leimringe sind zu erneuern. Der Frostspanner kommt vor allem in folgenden Obstgehölzen vor: Apfel, Birnen, Süßkirschen, Sauerkirschen, Pflaumen und Zwetschgen

Echter Mehltau an Feldsalat

Nach der Regenperiode kann es verstärkt zu Infektionen mit Echtem Mehltau kommen. Auf den Blättern bildet sich ein weißer, mehlartiger Belag. 

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Echter Mehltau an Feldsalat

Anders als beim Falschen Mehltau bleiben die Pflanzen meist grün und zeigen kaum Wachstumsbeeinträchtigungen. Vorbeugend können Pflanzenstärkungsmittel eingesetzt werden. Beispielsweise der Pflanzenextrakt Elot-VIS soll die Abwehrmechanismen der Pflanze stärken. Mit heißwasserbehandeltem Saatgut kann der Ausbruch des Falschen Mehltaus vorgebeugt werden.

Topf- und Kübelpflanzen überwintern

Die Topfpflanzen müssen jetzt auf ihr Winterquartier vorbereitet werden. Dürre Blätter und Zweige sowie die Blüten und das Unkraut in den Töpfen werden gründlich entfernt. Die meisten Kübelpflanzen können auch um 1/3 zurückgeschnitten werden siehe Übersicht. Kontrollieren Sie ihre Kübelpflanzen auf Schädlinge wie Blattläuse, Schildläuse, Wollläuse und Spinnmilben sowie auf Ameisennester. Reine Kontaktmittel, die als Wirkstoffe Rapsöl und Pyrethrine enthalten, sind auch noch bei Temperaturen zwischen 5 und 10°C einsetzbar. Der Topfballen darf nicht durchnässt sein. Da die Pflanzen in ihrem Winterquartier in der Ruhephase sind, verbrauchen sie nur sehr wenig Wasser, ist die Erde zu feucht entstehen Wurzelfäulen die zum Absterben der Pflanze führen können. Die Pflanzen sollten hell und nicht zu dicht gedrängt im Winterquartier stehen. Der Raumtemperatur im Winterquartier richtet sich nach der Herkunft der Pflanzen: mediterrane Pflanzen 5-10 °C, tropische Pflanzen 10-15 °C.

Quelle: Regierungspräsidium Gießen – Pflanzenschutzdienst

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