Pflanzenschutztipp vom 04. März 2019

Rußrindenkrankheit an Ahorn
Die Rußrindenkrankheit wird vom Pilz Cryptostroma corticale verursachtundbefällt als Schwächeparasit durch Trockenstress sowie Hitze gestresste Bäume. Befallen werden meist junge Bergahornbäume, seltener Spitz- und Feldahorn. Betroffen sind oft Bäume in Parks, Gärten und Stadtbäume. Durch den heißen und trockenen Sommer 2018 konnte sich der Pilz in hessischen Wäldern stark ausbreiten.

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Beim abgestorbenen Baum reißt die Rinde längs am Stamm auf und darunter wird ein rußiger Belag sichtbar. Die Sporen dieses Pilzes können zu gesundheitlichen Beschwerden wie Reizhusten, Fieber, Atemnot und Schüttelfrost führen. Aus diesem Grund müssen befallene Bäume in Wohnortnähe gefällt werden. Derzeit sind in Städten u.a. im Rhein-Main-Gebiet und in Mittelhessen mehrere hundert Bäume gefällt worden und weiteren Verdachtsfällen wird nachgegangen.

Kräuselkrankheit an Pfirsisch
Die Kräuselkrankheit an Pfirsich wird durch den Pilz Taphrina deformans hervorgerufen, der auf den Knospen überwintert. Mit beginnendem Knospenaustrieb erfolgt die Infektion der Blätter mit dem Pilz.

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Die austreibenden Laubblätter haben eine blasig verformte Oberfläche und sind weißlich-grün bis purpurrot gefärbt. Auf der Blattoberseite kann sich ein samtiger Belag bilden. Durch ein anhaltend feuchtes Wetter beim Knospenaustrieb wird die Krankheit gefördert. Als Pflanzenschutzmittel steht Duaxo Universal Pilz-frei zur Verfügung, die Behandlung muss jedoch vor dem Knospenaustrieb erfolgen.

Kontrolle der Pflanzen im Winterquartier

Die Pflanzen im Winterquartier sollten nochmals auf Befall mit Schaderrergern kontrolliert werden, bevor sie bald wieder raus dürfen. Häufig kann man Befall mit Blattläusen, Spinnmilben, Wollläusen oder Thripsen feststellen. Bei Befall muss die befallene Pflanze separat gestellt werden und auch die nebenstehenden Pflanzen sind besonders zu kontrollieren. Besonders besiedelte Pflanzenteile sollen gleich entfernt werden. Bei leichtem Befall können die Schädlinge abgewischt werden bzw. die Pflanzen in der Dusche gut abgebraust werden, allerdings muss dieses Vorgehen in den Folgetagen mehrfach wiederholt werden.

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Im Handel gibt es eine Auswahl an anwendungsfertigen Präparaten u.a. mit den Wirkstoffen Rapsöl mit Pyrethrinen und, Acetamiprid. Zudem ist darauf zu achten, dass die Pflanzen nicht zu feucht stehen, da sie oftmals zurückgeschnitten sind und ohnehin aufgrund der geringeren Tageslänge weniger Wasser benötigen, kann es im Winterquartier schnell zu Staunässe mit anschließender Wurzelfäulnis kommen. Aber auch das Austrocknen der Töpfe ist zu vermeiden, da die Pflanzen aufgrund des geringeren Lichtes und der neuen klimatischen Bedingungen oftmals unter Stress stehen.

Aktuell: Bei den Waldbäumen und insbesondere bei den Fichten wurde regional ein massiver Borkenkäferbefall festgestellt. Ursache ist der heiße und trockene Sommer der besonders die Fichtenbäume geschwächt hat, gleichzeitig waren die Bedingungen für die Vermehrung der Borkenkäfer optimal. Da die Käfer die Standsicherheit des Baumes stark beeinträchtigen, werden die befallenen Bäume entfernt. Derzeit werden die Wälder auf Befall kontrolliert und es kommt zu gehäuften Rodungen.

Quelle: Regierungspräsidium Gießen, Dezernat Pflanzenschutzdienst

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