Einrichtung des Insektenhotels

Nachdem nun der Rohbau des Insektenhotels fertig gestellt ist, kann mit der Einrichtung der Wohnstuben begonnen werden, wozu wir gerne eure Unterstützung hätten.

Insektenhotel OGV-Wolf

Das Insektenhotel ist in mehrere Fächer aufgeteilt, die nun mit entsprechenden Materialien für die Inneneinrichtung befüllt werden können.

Wir möchten euch zu der Gestaltung der Wohnstuben am 07.12.2019 um 10:00 Uhr am Insektenhotel (hinter dem Parkplatz des DGH) einladen. Bringt bitte die Materialien mit, die ihr gerne in dem Insektenhotel verbauen möchtet, so dass wir gemeinsam das Haus befüllen können.

Pflanzenschutztipp vom 08. Oktober 2019

Leimringe zum Schutz vor Frostspannern anbringen

Vor dem ersten Frost müssen die Leimringe an den Baumstamm angebracht werden, um das Obst gegen den Frostspanner zu schützen. Idealerweise erfolgt die Anbringung bis zum 15. Oktober.

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Frostspannerweibchen auf Baumrinde

Mit Beginn des ersten Frost sind die Frostspanner aktiv. Die Weibchen sind flugunfähig und kriechen die Baumstämme hinauf, um an jungen Trieben ihre Eier abzulegen. Auf diesem Weg in die Baumkronen kann man die weiblichen Frostspanner mit Hilfe von Leimringen fangen, bevor sie ihre Eier ablegen. Sie werden nach Gebrauchsanleitung fest am Stamm der Gehölze und ggf. auch am Baumpfahl befestigt. Die Leimringe sollten regelmäßig auf festen Sitz und ausreichende Funktionstüchtigkeit kontrolliert werden. Verschmutzte oder eingetrocknete Leimringe sind zu erneuern. Der Frostspanner kommt vor allem in folgenden Obstgehölzen vor: Apfel, Birnen, Süßkirschen, Sauerkirschen, Pflaumen und Zwetschgen

Echter Mehltau an Feldsalat

Nach der Regenperiode kann es verstärkt zu Infektionen mit Echtem Mehltau kommen. Auf den Blättern bildet sich ein weißer, mehlartiger Belag. 

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Echter Mehltau an Feldsalat

Anders als beim Falschen Mehltau bleiben die Pflanzen meist grün und zeigen kaum Wachstumsbeeinträchtigungen. Vorbeugend können Pflanzenstärkungsmittel eingesetzt werden. Beispielsweise der Pflanzenextrakt Elot-VIS soll die Abwehrmechanismen der Pflanze stärken. Mit heißwasserbehandeltem Saatgut kann der Ausbruch des Falschen Mehltaus vorgebeugt werden.

Topf- und Kübelpflanzen überwintern

Die Topfpflanzen müssen jetzt auf ihr Winterquartier vorbereitet werden. Dürre Blätter und Zweige sowie die Blüten und das Unkraut in den Töpfen werden gründlich entfernt. Die meisten Kübelpflanzen können auch um 1/3 zurückgeschnitten werden siehe Übersicht. Kontrollieren Sie ihre Kübelpflanzen auf Schädlinge wie Blattläuse, Schildläuse, Wollläuse und Spinnmilben sowie auf Ameisennester. Reine Kontaktmittel, die als Wirkstoffe Rapsöl und Pyrethrine enthalten, sind auch noch bei Temperaturen zwischen 5 und 10°C einsetzbar. Der Topfballen darf nicht durchnässt sein. Da die Pflanzen in ihrem Winterquartier in der Ruhephase sind, verbrauchen sie nur sehr wenig Wasser, ist die Erde zu feucht entstehen Wurzelfäulen die zum Absterben der Pflanze führen können. Die Pflanzen sollten hell und nicht zu dicht gedrängt im Winterquartier stehen. Der Raumtemperatur im Winterquartier richtet sich nach der Herkunft der Pflanzen: mediterrane Pflanzen 5-10 °C, tropische Pflanzen 10-15 °C.

Quelle: Regierungspräsidium Gießen, Dezernat Pflanzenschutzdienst

Pflanzenschutztipp vom 28. Juni 2019

Spinnmilben an Bohnen und im Gewächshaus

Bei den derzeit vorherrschenden trockenen Bedingungen sind ideal für die Vermehrung von Spinnmilben z.B. an Bohnen, an Kulturen im Gewächshaus wie Gurke und Tomate und an vielen Zierkulturen.

Spinnmilben an Bohnen
Spinnmilben an Bohnen

Typische Symptome sind silbrig weiße Pünktchen auf der Blattoberfläche, auf der Blattunterseite sind gelbe Punkte, schwarze Krümel zu sehen und bei genauem Hinsehen kann man die kleinen Spinnmilben erkennen. Es gibt im Handel Produkte auf Rapsöl und Kaliseife Basis. Im Gewächshaus können Raubmilben zur Bekämpfung eingesetzt werden.

Kirschfruchtfliege in Süßkirsche

Die aktuellen Fangzahlen bei der Kirschfruchtfliege sind deutlich erhöht.

Made der Kirschfruchtfliege
Made der Kirschfruchtfliege

Dies kann man selbst gut beobachten, indem man Gelbtafeln in den Süßkirschbaum hängt. Die Früchte sind im Inneren befallen von kleinen weißen Maden. Für den Haus- und Kleingartenbereich stehen keine geeigneten Präparate zur Verfügung.

Hitzewelle

Im vergangenen Sommer 2018, litten viele Sträucher und Bäume unter enormen Trockenenstress durch die ausgetrockneten Böden. Die momentane Hitzewelle stresst die Pflanzenwelt erneut. Bei den Kübelpflanzen auf Balkon und Terrasse muss je nach Sonnenscheindauer morgens und abends gegossen werden. Eingetrocknete Kübelpflanzen am besten tauchen. Die Nutz- und Zierpflanzen im Garten sollten optimaler weise morgens bis spätestens 9 Uhr ausreichend gegossen werden, bevor die Sonne zu hoch steht und das Wasser zu schnell verdunstet. Alternativ gießt man in den Abendstunden, ab etwa 19 Uhr. Jedoch kann dadurch Schneckenbefall gefördert werden, da sie in den Abendstunden wieder aktiv werden. Zusätzlich kann man auch die regionalen Stadtgrünbehörden unterstützen und frisch gepflanzte Sträucher und Bäume direkt vorm Haus gießen um deren Vertrocknung zu vermeiden.

Quelle: Regierungspräsidium Gießen, Dezernat Pflanzenschutzdienst

Basteln von kleinen Insektenhotels für die Blühstreifen

Upcycling ist angesagt! Am Sonntag den 23.06. von 11.00 – 13.00 Uhr werden Bienen aus Konservendosen, Plastikflaschen und Knöpfen im Jugendraum des Dorfgemeinschaftshauses in Wolf gebastelt.

Das gesamte Material wird vom Obst- und Gartenbauverein Wolf bereit gestellt. Die Bienen werden die Wolfer Blühstreifen verschönern und gleichzeitig als kleine Insektenhotels dienen. Wir freuen uns über kleine und große Mitbastler, die gemeinsam etwas zur Dorfverschönerung beitragen möchten. Mitzubringen sind nur 2 Stunden Zeit und gute Laune, alles andere wird bereit gestellt. Die tolle Idee zum Nachmachen zu Hause gibt es kostenlos dazu!

Pflanzenschutztipp vom 29. Mai 2019

Blattläuse

An vielen Pflanzen findet man bereits kleine und größere Blattlauskolonien.

Blattläuse an Petersilie
Blattläuse an Petersilie

Sie können sich sehr schnell vermehren und auf der Pflanze bzw. auf weitere Pflanzen ausbreiten. Gerade bei den frischen Kräutern, bei Salat, Spinat und weiteren Pflanzen die wir frisch verzehren, sind die Blattläuse störend. Hier hilft es bereits, das frisch geerntete Gemüse gut zu waschen. Bei Zierpflanzen wie Rosen ist der Einsatz eines (biologischen) Insektizides möglich.

Schnecken an Radies

 Das relativ feuchte Wetter der letzten Tage begünstigt die Wanderungen der kleinen und großen Nacktschnecken. Z.B an Radies aber auch an vielen anderen jungen Gemüsepflanzen findet man Fraß- und Schleimspuren von Schnecken.

Schnecke an Radies
Schnecke an Radies

Auf dem Markt befindet sich eine Vielzahl an Schneckenbarrieren/Schneckenzäune und Schneckenkornprodukte. Auf diese Weise kann man seine Gemüse- und auch Erdbeerpflanzen gut vor Schneckenfraß schützen. An Radies und weiteren Kohlarten tritt zudem erster Befall von Falschen Mehltau auf. Er gedeiht besonders gut bei feucht-kühler Witterung, er verursacht gelbe bis braune Flecken blattoberseits, auf der Blattunterseite entsteht ein weiß-grauer Pilzrasen. Junge und stark befallene Blätter sterben daraufhin ab

Kürbisaussaat

Die Aussaat von Kürbis kann nun erfolgen. Bei einer Bodentemperatur unter 18°C ist der Auflauf ungleichmäßig und die Gefahr einer Infektion mit bodenbürtigen Pilzen ist hoch. Ein schneller Auflauf ist ab einer Bodentemperatur von 22°C gegeben, also bei sonnigem Wetter und einer Lufttemperatur ab 18 °C. Empfehlenswert ist es, die Saat etwa 24h in Wasser bei Zimmertemperatur einzuweichen um die zügige Keimung zu unterstützen. Achtung, die Aussaat sollte gut vor Schneckenfraß geschützt werden!

Quelle: Regierungspräsidium Gießen, Dezernat Pflanzenschutzdienst