Pflanzenschutztipp vom 24. November 2017

Lagerfäule an Äpfeln
Lagerfäule an Äpfeln

Obstlager kontrollieren

Spätreifende Sorten von Äpfeln und Birnen können, je nach Sorte und Lagerbedingungen, bis weit in den Winter gelagert werden. Damit sich nicht unbemerkt die Fäulnis im Lager ausbreiten kann, sollten die eingelagerten Früchte regelmäßig auf Faulstellen kontrolliert werden. Befallenes Obst kann über den Kompost entsorgt werden, da es hier normalerweise schnell verrottet und somit keine Ansteckungsgefahr für das nächste Jahr besteht.

So lange die Lagerung bei geringen Nachtfrösten noch in Gartenhäusern oder Schuppen erfolgt, ist besonders auf entsprechenden Schutz vor Mäusen zu achten, da diese nicht nur an Lagerobst und Lagergemüse fressen, sondern es auch mit Kot und Urin verschmutzen.

Pflanzenschutzmittel frostfrei lagern

Wenn die Temperaturen unter 0°C absinken müssen Pflanzenschutzmittel in frostfreie Räume gebracht werden. Dabei können die Präparate auf ihre Verwendbarkeit für das kommende Gartenjahr überprüft werden.
Ein Mindesthaltbarkeitsdatum für Pflanzenschutzmittel gibt es nicht. Flüssige Produkte sollten nicht mehr verwendet werden, wenn sie flockig werden oder ihre Struktur deutlich verändert haben. Pulverförmige Mittel werden unbrauchbar, wenn sie stark verklumpen oder verkrusten. Im Zweifelsfall ist es besser, ältere Pflanzenschutzmittel über die Sondermüllsammlungen zu entsorgen.

Pflanzenschutzmittel, deren Zulassung abgelaufen ist, dürfen noch 18 Monate nach Zulassungsende verwendet werden und können im Handel noch 6 Monate nach Zulassungsende erworben werden. Informationen zum Zulassungsende und der Aufbrauchfrist geben die Pflanzenschutzmitteltabellen in der Pflanzenschutzinfothek.

Unter anderem läuft die Zulassung für die Fungizide Bayer Garten Rosen-Pilzfrei Spray mit dem Wirkstoff Tebuconazol die Zulassung zum 31.12.2017 aus. Die Zulassungen verschiedener Rodentizide – Präparate gegen Wühlmäuse mit den Wirkstoffen Aluminiumphosphid (Zulassungsende 31.10.2017) und Zinkphosphid (Zulassungsende 31.12.2017) und Molluskizide -Präparate gegen Nacktschnecken mit den Wirkstoffen Eisen-III-phosphat (Zulassungsende 31.12.2017 bzw. die Compo-Präparate bis zum 31.10.2017) sowie Metaldehyd (Zulassungsende 31.12.2017) laufen aus.

Mithilfe der Pflanzenschutzmitteldatenbank der Zulassungsbehörde BVL können Sie nachschauen, wie lang ihre Pflanzenschutzmittelpräparate noch zugelassen sind.

Winterschutz für empfindliche Gehölze im Freiland

Gehölze die tiefe Temperaturen unter 0°C nicht gut vertragen wie z.B. Feigen, winterharte Palmen und bestimmte Pinienarten benötigen bei uns im Freiland im Winter Schutz. Für Bodendecker und kleine Gehölze eignen sich Vliesabdeckungen. Größere einzelnstehende Gehölze werden im unteren Bereich mit Reisig oder Stroh abgedeckt. Immergrüne empfindliche Gehölze müssen im Winter vor Frost, starkem Wind und Schneelast geschützt werden. Zudem besteht die Gefahr das an sonnigen Wintertagen die Pflanzen Trockenstress haben – die sogenannte Frosttrocknis, da sie über ihre Blätter viel Wasser verdunsten und im gefroren Boden die Wurzeln kaum Wasser aufnehmen können. Mit Schattiernetzen, Schilfmatten oder Reisig wird diese Gefahr minimiert.

Nicht nur der Schutz vor Frost ist für diese Kulturen wichtig, sondern auch die regelmäßige Kontrolle zur Pflanzengesundheit dieser eingepackten Gehölze ist erforderlich.

Der Winterschutz ist über die gesamte Frostperiode beizubehalten, im Frühjahr bei den ansteigenden Temperaturen muss der Winterschutz jedoch rechtzeitig entfernt werden, damit die Pflanzen erneut austreiben können.

Quelle: Regierungspräsidium Gießen, Dezernat Pflanzenschutzdienst

Pflanzenschutztipp vom 08. November 2017

Empfindliche Knollen- und Zwiebelpflanzen ausgraben

Gladiolen, Gartenamaryllis und weitere empfindliche Knollen- und Zwiebelpflanzen werden nun ausgegraben und kommen in ihr Winterquartier. Da Dahlien erst ausgegraben werden, wenn das Laub welkt und abstirbt, wartet man in der Regel bis zum ersten leichten Frost ab. Um das Eingraben im nächsten Jahr zu erleichtern, sollte an eine kurze Beschriftung der einzelnen Pflanzen gedacht werden. Beim Einlagern sollten folgende Punkte beachtet werden, um das Durchfaulen der Knollen und Zwiebeln zu vermeiden: nur intakte und unverletzte Pflanzenteile einlagern, die Teile von anhaftender Erde reinigen und die Pflanzenteile müssen möglichst trocken sein. Die Pflanzenteile kommen in mit Zeitungspapier ausgelegte Kisten. Die Knollen der Dahlie können zusätzlich mit Sand abgedeckt werden.

Zwiebelgewächse wie Tulpen, Narzissen und Krokusse können jetzt noch eingegraben werden.

Beetvorbereitung im Herbst

Die nun abgetragenen und verwelkten Pflanzen werden mitsamt den größeren Wurzeln entfernt, ebenso das größere Unkraut und die Samenstände de Unkrautes. Sie können eingesammeltes Laub und krautiges bzw. dünnes Häckselgut auf dem Beet verteilen oder Sie geben grobzersetzte Komposterde hinzu. Nun kann das Beet grob umgegraben werden, die eingegrabenen Pflanzenteile verrotten langsam bis ins nächste Frühjahr und werden zu organischem Dünger für die Frühjahrsbepflanzung. Die grobschollige Erde wird nur etwas zerkleinert, den der Frost im Winter führt dazu, dass die Schollen aufbrechen. Dann muss im Frühjahr nur noch das Saatbett bereitet werden, da die Vorarbeiten bereits erledigt sind.

Kontrolle der eingelagerten Pflanzen im Winterquartier

Blattläuse an Oleander
Blattläuse an Oleander

Die Pflanzen im Winterquartier sollten regelmäßig auf Befall mit Schaderrergern kontrolliert werden. Häufig kann man den Befall mit Blattläusen, Spinnmilben, Wollläusen oder Thripsen feststellen. Bei Befall muss die befallene Pflanze separat gestellt werden und auch die nebenstehenden Pflanzen sind besonders zu kontrollieren. Bei leichtem Befall können die Schädlinge abgewischt werden bzw. die Pflanzen in der Dusche gut abgebraust werden, allerdings muss dieses Vorgehen in den Folgetagen mehrfach wiederholt werden. Im Handel gibt es eine Auswahl an anwendungsfertigen Präparaten u.a. mit den Wirkstoffen Rapsöl, Thiacloprid, Acetamiprid.

Zudem ist darauf zu achten, dass die Pflanzen nicht zu feucht stehen, da sie oftmals zurückgeschnitten sind und ohnehin aufgrund der geringeren Tageslänge weniger Wasser benötigen, kann es im Winterquartier schnell zu Staunässe mit anschließender Wurzelfäulnis kommen. Aber auch das Austrocknen der Töpfe ist zu vermeiden, da die Pflanzen aufgrund des geringeren Lichtes und der neuen klimatischen Bedingungen oftmals unter Stress stehen.

Aktuell: Der Flug der männlichen Frostspanner hat nun begonnen, jetzt ist die allerletzte Möglichkeit den Befall im nächsten Jahr zu mindern, indem man an den Stamm des Obstgehölzes einen Leimring anbringt. Somit werden die flugunfähigen Weibchen gehindert, in die Krone des Baumes zu klettern und dort ihre Eier abzulegen. Die (männlichen) Schmetterlinge fliegen ab Beginn der Dämmerung und sind zumeist die einzigen größeren Schmetterlinge die derzeit noch fliegen.

Quelle: Regierungspräsidium Gießen, Dezernat Pflanzenschutzdienst

Pflanzenschutztipp vom 13. Oktober 2017

  Rote Box Pflanzenschutztipp vom 13. Oktober 2017  
 
Kohlmottenschildlaus an Grünkohl
Kohlmottenschildlaus an Grünkohl

Kohlmottenschildlaus an Winterkohl

Derzeit kann man vielerorts die kleinen weißen Fliegen der Kohlmottenschildlaus fliegen sehen. Sie bevorzugen Kreuzblüttengewächse als Wirtspflanze, darunter sind auch die Kohlpflanzen. Besonders Grün-, Rosen-, und Wirsingkohl sind als Wirtspflanzen beliebt. Hier legen sie auf der Blattunterseite ihre Eier ab und hier findet auch die Larvenentwicklung statt. Die Blattunterseiten sehen dabei stellenweise weiß bepudert aus, da mit der Eiablage und Larvenentwicklung weiße Wachsauscheidungen auftreten. Die Kohlmottenschildlaus schädigt die Pflanze nicht durch Ihre Saugtätigkeit, jedoch führen die zuckerhaltigen Ausscheidungen zu einer Ansiedelung schwarzer Rußpilze. Eine Bekämpfung ist oftmals nicht notwendig. Wenn eine Bekämpfung erfolgen soll, muss diese beim ersten Sichtbarwerden der Symptome im Sommer durchgeführt werden, z.B. mit Produkten die Kali-Seife oder den Wirkstoff Azadirachtin enthalten.

Rußfleckenkrankheit an Apfel
Rußfleckenkrankheit an Apfel

Rußfleckenkrankheit an Apfel

Auf den erntereifen oder frisch geernteten Äpfeln ist ein grauer abwischbarer Belag. Hierbei handelt es sich um die Rußfleckenkrankheit oder auch Regefleckenkrankheit. Sie tritt witterungsbedingt nach einem feuchten Sommer oder Frühherbst auf und wird durch Pilze verursacht. Diese Pilze dringen jedoch nicht durch die Schale ins Fruchtfleisch ein und schädigen so die Früchte nicht. Bei der Lagerung können die befallenen Früchte schneller verschrumpeln. Je schneller die Früchte nach einem Regenguss abtrocknen können, desto geringer ist das Befallsrisiko, aus diesem und weiteren Gründen sind regelmäßige Schnittmaßnahmen erforderlich um eine luftige und lichtdurchflutete Krone zu erhalten. 

Einräumen der Topfpflanzen ins Winterquartier

Für die nächsten Tage ist durch Hoch „Tanja“ nochmals schönes Wetter vorausgesagt. Danach sollten aufgrund der fallenden Tages- und Nachttemperaturen die ersten empfindlichen Topflanzen auf ihr Winterquartier vorbereitet werden. Hier haben wir ein paar allgemeine Tipps vorbereitet. Dürre Blätter und Zweige sowie die Blüten und das Unkraut in den Töpfen werden gründlich entfernt. Die meisten Kübelpflanzen können auch um 1/3 zurückgeschnitten werden siehe Übersicht. Kontrollieren Sie ihre Kübelpflanzen auf Schädlinge wie Blattläuse, Schildläuse, Wollläuse und Spinnmilben sowie auf Ameisennester. Zur Bekämpfung können Sie bei Tagestemperaturen um 15 °C noch systemisch wirkende Präparate mit den Wirkstoffen Thiacloprid und Acetamiprid einsetzen, Kontaktmittel mit den Wirkstoffen Rapsöl und Pyrethrine sind noch bis 5 °C verwendbar. Der Topfballen darf nicht durchnässt sein. Da die Pflanzen in ihrem Winterquartier in der Ruhephase sind, verbrauchen sie nur sehr wenig Wasser, ist die Erde zu feucht entstehen Wurzelfäulen die zum Absterben der Pflanze führen können. Die Pflanzen sollten hell und nicht zu dicht gedrängt im Winterquartier stehen. Der Raumtemperatur im Winterquartier richtet sich nach der Herkunft der Pflanzen: mediterrane Pflanzen 5-10 °C, tropische Pflanzen 10-15 °C.

Quelle: Regierungspräsidium Gießen, Dezernat Pflanzenschutzdienst

Pflanzenschutztipp vom 06. Oktober 2017

   
 
Schaden durch die Wurzellaus
Schaden durch die Wurzell

Wurzelläuse an Salat

Im Spätsommer und im Herbst kann man beobachten, dass die äußeren Blätter des Salates schlaff auf der Erde liegen und vergilben oder zu welken beginnen. Häufige Ursache sind an den Wurzeln saugende Wurzelläuse. Die Wurzelläuse können auch Überträger von Viruskrankheiten sein. Nun findet man auch geflügelte Wurzelläuse, die zum überwintern auf Schwarzpappeln übersiedeln. Durch eine regelmäßige und ausreichende Bewässerung kann der Schaden durch die Wurzellaus eingedämmt werden.  

Falscher Mehltau an Feldsalat
Falscher Mehltau an Feldsalat

Falscher Mehltau an Feldsalat

Bei der zurzeit vorherrschenden feuchten Witterung werden viele Pilzkrankheiten gefördert. Am Feldsalat tritt aktuell der Falsche Mehltau sowohl im Freiland als auch im Gewächshaus auf. Die erkrankten Pflanzen sind deutlich kleiner und die befallenen Blätter vergilben. Mit widerstandsfähigen Sorten und einem ausreichend großen Reihenabstand von mind. 10 cm kann der Befall vermieden oder gering gehalten werden. Zu dicht stehende Pflanzen sollten vereinzelt werden. Bei Gewächshäusern und Frühbeeten muss eine ausreichende Belüftung sichergestellt sein. 

Tomatenfarbe reift nicht mehr aus

Wer noch Tomaten im Freiland oder Gewächshaus stehen hat, wird bemerkt haben, dass die Tomaten nun nicht mehr vollends an der Pflanze ausreifen und ihre typische Farbe bekommen. Die Tomaten benötigt eine Temperatur von über 12° C um die rote Farbe auszubilden, bei kühleren Temperaturen ist die Rotfärbung unterbrochen. Diese und die grünen Tomaten können nun eingelagert werden, sie reifen bei einer Lagertemperatur von etwa 12-15° C nach.

Quelle: Regierungspräsidium Gießen, Dezernat Pflanzenschutzdienst

Pflanzenschutztipp vom 21. September 2017

Schnecken

Eigelege einer Nacktschnecke

Beim entfernen der abgeernteten Pflanzen aus dem Beet und beim Umgraben stößt man immer wieder auf runde weiße etwa 2-3 mm große Kugeln die meist zu mehreren nebeneinander liegen. Es handelt sich hier meist um Eigelege von Nacktschnecken, diese sollten sorgfältig entfernt werden. In diesen Tagen kann auch die „Schneckenhochzeit“ – die Paarung der Schnecken –  beobachtet werden, zwei Schnecken sind engumschlungen und tauchen Samenzellen aus, anschließend legen beide Schnecken (sie sind zwittrig) ihre Eier in etwa 5-10 cm tiefe Löcher im Boden ab. Es gibt verschiedene Arten von Nacktschnecken im Garten, die größten Schäden werden durch die spanische Wegschnecke (7-14 cm rot bis bräunlich) verursacht. Schnecken sind meist dämmerungsaktiv und halten sich tagsüber unter den Pflanzen versteckt. Einsammeln kann man Sie z.B. indem man ein Brett aufs Beet legt und am nächsten Morgen die darunter versammelten Schnecken aufliest. Durch Schneckenzäune oder Barrieren wie z.B. Kupferbänder lassen sich Schnecken gezielt abhalten. Schneckenkorn (Wirkstoffe: Eisen-II-Phosphat oder Metaldehyd) kann bei starkem Befall eingesetzt werden.

Rost an Lauch

Rost an Lauch

Am Lauch (Porree) aber auch am Schnittlauch entstehen zunächst orange runde Pusteln die später bräunlich werden. Diese Rostpusteln werden durch den Rostpilz – Puccinia allii verursacht. Die Blattoberhaut ist an der Befallsstelle aufgerissen. Auf dem über den Winter stehenden Lauch überwintert der Pilz. Um eine Neuinfektion der Jungpflanzen im nächsten Frühjahr zu verhindern, sollte der Winterlauch rechtzeitig vor der Neuanpflanzung geerntet werden. Den befallenen Schnittlauch kurz über der Erde abschneiden und altes Laub entfernen.

Dickmaulrüssler

Schaden durch Dickmaulrüssler

An den Rändern der Blätter vieler Ziergehölze (u.a. Rhododendron, Flieder, Forsythie, …) kann buchtenförmiger Fraß beobachtet werden. Verursacht werden diese Schäden durch den Dickmaulrüssler, der mit mehreren Arten im Garten vertreten sein kann. Tagsüber halten sich die etwa 1 cm großen braunen Käfer am Boden unter den Sträuchern auf. Mit Beginn der Dämmerung klettern sie an den Pflanzen hoch und beginnen blattunterseits zu fressen. Bei der kleinsten Berührung lasen sie sich auf den Boden fallen. Ihre Eier legen sie im Boden ab, dort entwickeln sich die Käferlarven und fressen von den Feinwurzeln der Sträucher. Dadurch können bei trockener Witterung junge Ziergehölze stark geschädigt werden. Zur Bekämpfung können Nematoden (kleine Fadenwürmer) gegen die Larven im Boden eingesetzt werden. Die Wirksamkeit dieser Methode ist stark von der Witterung und der Bodenbeschaffenheit abhängig, größere Erfolge lassen sich nur bei Topfpflanzen erzielen. Zur Bekämpfung der Käfer kann das Pflanzenschutzmittel Schädlingsfrei Careo (Acetamiprid) bei stärkeren Schäden eingesetzt werden.

Quelle: Regierungspräsidium Gießen, Dezernat Pflanzenschutzdienst

Pflanzenschutztipp vom 29. August 2017

 

BuchsbaumsterbenBuchsbaumsterben

Derzeit tritt durch die feucht-warme Witterung regional verstärkt das Buchsbaumsterben auf, diese Krankheit wird durch den Pilz Cylindrocladium buxicola hervorgerufen. Der Pilz bewirkt unter günstigen Bedingungen einen schnellen Laubfall, einzelne Triebe oder ganze Pflanzen sterben ab. Erste sichtbare Symptome sind braune Blattflecken mit dunklem Rand die zur Welke des Blattes führen. An den grünen Trieben sind dunkle bis schwarze schmale Streifen erkennbar. 

Bei geringem Befall ist ein starker Rückschnitt ins gesunde Holz empfehlenswert. Eine Behandlung mit einem Fungizid ist möglich, z.B. Rosen-Pilzfrei Baymat mit dem Wirkstoff Tebuconazol, bei langandauernder feuchter Witterung über mehrere Wochen jedoch nicht empfehlenswert, da die Anwendung bei Infektionsgefahr erfolgt. Bei stärkerem Befall müssen die abgestorbenen Pflanzen und Triebe entfernt werden und nach Möglichkeit das befallene und herabgefallene Laub vollständig entsorgt werden. Eine Neuanpflanzung sollte nicht direkt im Anschluss erfolgen, bzw. muss die Erde entsprechend der Pflanztiefe ausgetauscht werden. Die verwendeten Gartengeräte gründlich reinigen um eine Neuinfektion der anderen Pflanzen bzw. bei Neuanpflanzung zu verhindern.

Schaden durch BuchsbaumzünslerSchaden durch Buchsbaumzünsler

Der Buchsbaum ist eine äußerst beliebte immergrüne Pflanze mit vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten als Hecke, Einfassung, Formgehölz, Randbepflanzung vor Gehölzen oder flächige Begrünung. Verschiedene Krankheiten und Schädlinge wie der Buchsbaumzünsler schaden dem Buchsbaum, zuerst seinem Zierwert, führen jedoch auch zur Schwächung bis hin zum Absterben der Pflanzen. Es gibt weniger anfällige Sorten im Vergleich, jedoch waren letztendlich noch keine resistenten Buchs-Sorten gesichtet worden. Weniger anfällig für das Buchsbaumsterben ist die Art Buxus microphylla ‚Faulkner‘ (2-3 m Wuchshöhe) als Hecke, Einzelpflanzung oder Kübelbepflanzung, diese Art wird jedoch auch mit Buchsbaumzünsler und anderen Schädlingen befallen.

 

Dieser Tipp beschäftigt sich aus diesem Grund auch mit Alternativbepflanzungen zum Buchsbaum. Einen Ersatz, der dem Buchsbaum in allen seinen Eigenschaften gleicht bis auf die Krankheits- und Schädlingsanfälligkeit, gibt es nicht. Aber wir möchten Ihnen an dieser Stelle ein paar gute Alternativen zum Buchsbaum in der folgenden Übersicht vorstellen:

Ilex creanta 'Stokkes' Bild von Baumschule Horstmann
Ilex creanta ‚Stokkes‘ Bild von Baumschule Horstmann

Zwergstechpalme – Ilex crenata in den Sorten ‚Convexa‘ (1-2 m Wuchshöhe), ‚Glorie Gem‘ (0,6-1,5 m hoch) und ‚Stokkes‘ (0,5-1 m hoch)

Standort und Verwendung

Eigenschaften

 

  • humoser, gut durchlässiger feuchter Boden, keine Staunässe, schwach sauer bis neutral

  • stadtklimafest

  • sonnig bis schattig

 

+ immergrün, anspruchslos, winterhart

+ gut schnittverträglich, langsamer kompakter Wuchs

+ grün bis dunkelgrünes Laub (‚Glory Gem‘ mit gelbem Rand), Blattform ähnlich wie beim Buchsbaum

je nach Sorte als

  • ‚Convexa‘ flächige Unterpflanzung, niedrige bis mittlehohe Hecken, Kübelbepflanzung

  • ‚Glory Gem‘ niedrige Hecken, Formgehölz

  • ‚Stokkes‘ schönes Zwerggehölz zur Einfassung, Grabbepflanzung, niedrige Hecke, Kübel 

 

– nicht im Herbst schneiden – evtl. Winterschäden, da frostempfindlich

– Pflanzung im Frühjahr empfohlen – frostempfindlich

– empfindlich bei Wintersonne und Hitze sowie andauernde Trockenperiode

 

Tipp: zweimaliger Schnitt im Frühjahr und im Juli, unauffällige kleine weiße Blüte im Mai bis Juni              

Preis: mittleres bis oberes Preissegment

 
Berberis buxifolia 'Nana' - Bild von Baumschule Horstmann
Berberis buxifolia ‚Nana‘ – Bild von Baumschule Horstmann

Grüne Polster-Berberitze – Berberis buxifolia ‚Nana‘ (bis 0,5 m Wuchshöhe) auch Buchsbaumblättrige Berberitze

Standort und Verwendung

Eigenschaften

 

  • anspruchslos, trocken bis feuchter Standort

  • stadtklimafest, windresistent

  • sonnig bis absonnig

 

+ immergrün, anspruchslos, sehr winterhart

+ übersteht Trockenperioden

+ schnittverträglich, kompakter Wuchs

 

 

  • runder Zwergstrauch, eignet sich für niedrige Hecken und Einfassungen, Grabbepflanzung, Kübel

 

– Dornen

Tipp: orange gelbe kleine Blüten im Mai

Preis: mittleres Preissegment

Rhododendron micranthum 'Bloombux' Bild von Baumschule Horstmann
Rhododendron micranthum ‚Bloombux‘ Bild von Baumschule Horstmann

Rhododendron micranthum ‚Bloombux‘ (0,5 – 1 m Wuchshöhe)

Standort und Verwendung

Eigenschaften

normaler, durchlässiger, frischer (mittelfeuchter) Boden, kalktolerant

sonnig bis halbschattig

+ immergrün, winterhart

+ sehr kompakter Wuchs, schnittverträglich

 

runder Zwergstrauch als niedrige bis mittelhohe Hecke´, Formgehölz, Kübel

– empfindlich bei Trockenheit und Hitze – regelmäßig gießen

Tipp: üppige rosa Blüte im Juni, Düngung im Frühjahr

Formschnitt direkt nach der Blüte

Preis: oberes Preissegment

 

Taxus baccata 'Renkes Kleiner Grüner' Bild von Baumschule Atrops
Taxus baccata ‚Renkes Kleiner Grüner‘ Bild von Baumschule Atrops

gewöhnliche Eibe – Taxus baccata ‚Renkes kleiner Grüner‘  (0,6 – 0,8 m Wuchshöhe)

Standort und Verwendung

Eigenschaften

frisch bis feuchter, nährstoffreicher Boden, kalkhaltig

sonnig bis schattig

stadtklimafest, windverträglich

+ immergrün, winterhart

+ kompakter, langsamer Wuchs, schnittverträglich, begrünt sich von unten erneut

Einfassungen, Grabbepflanzung, niedrige bis mittelhohe Hecken, Formgehölz, flächige Unterpflanzung

– saurer Boden wird nicht vertragen, vorher Kalkdüngergabe

Tipp: heimisches robustes Nadelgehölz, Zweimaliger Schnitt im Mai (nach den Eisheiligen) und Ende August

Preis: mittleres Preissegment

Lonicera nitida 'Maigrün' Bild von Baumschule Horstmann
Lonicera nitida ‚Maigrün‘ Bild von Baumschule Horstmann

Heckenkirsche – Lonicera nitida ‚Maigrün‘   (bis 1 m Wuchshöhe)

 

Standort und Verwendung

Eigenschaften

anspruchslos, in allen sauren bis kalkhaltigen Gartenböden

trocken bis feuchter Boden

sonnig bis halbschattig, geschützte Lage

+ immergrün, anspruchslos, winterhart

+ schnittverträglich

+ hitzeverträglich

flächige Unterpflanzung, Bodendecker, als niedrige bis mittelhohe Hecke (in geschützten Lagen), Kübel, Bepflanzung für Böschungen

– schnellwachsend, mehrere Schnitte pro Jahr

Tipp: kleine runde purpurfarbene Früchte

Preis: unteres Preissegment

Quelle: Regierungspräsidium Gießen, Dezernat Pflanzenschutzdienst

Pflanzenschutztipp vom 18. August 2017

Rhododendronzikade

Rhododendronzikade

Auf den Blättern der Rhododendronsträucher sind seit Juli auffällig grünrot gefärbte Rhododendronzikaden zu beobachten.  Die Tiere saugen an den Blättern und springen bei Berührung der Blätter schnell auf. Die Rhododendronzikaden können  die Ausbreitung des Knospensterbens, verursacht durch einen Pilz, begünstigen. Bei der Eiablage an den Knospen entstehen kleine Verletzungen am Pflanzengewebe, die letztendlich Eintrittspforten für den Krankheitserreger sein können. Die Zikaden legen ab August ihre Eier, die Larven schlüpfen dann im nächsten Frühjahr ab April/Mai. Eine Pflanzenschutzbehandlung ist nicht erforderlich, besondere einzelne und kleinere Rhododendronsträucher können ab Anfang Juli vor dem Zuflug der Rhododendronzikade mit Kulturschutznetzen eingenetzt werden.

Lauchminierfliege

Lauchminierfliege an Porree

Etwa ab Anfang September wird der Flug der 2. Generation der Lauchminierfliege erwartet. Um sich vor dem Befall zu schützen, wird empfohlen jetzt das Porrebeet gründlich zu häckeln und anzuhäufeln und das Unkraut zu entfernen, damit nun die Pflanzen für eine längere Zeit mit einem Kulturschutznetz eingenetzt werden können. Das Netz sollte eine Maschenweite von ca. 0,8×0,8 mm haben, da die Minierfliegen sehr klein sind. Je nach Witterung kann der Flug der Lauchminierfliege bis Anfang November andauern. 

Blattflecken an Stauden

Blattflecken an Pfingstrose

Bei der anhaltenden feuchten Witterung ist die Entwicklung von Pilzkrankheiten an Pflanzen begünstigt, siehe auch Pflanzenschutztipp z.B. vom 4. August. An vielen Stauden sind runde bis ineinanderlaufende gelbe bis braune Blattflecken entstanden. Die älteren Blätter sterben dadurch schneller ab. Bei einigen Stauden wie z.B. Rittersporn (Delphinium), Astern, Phlox, Funkien (Hosta), Storchschnabel (Geranium) oder Frauenmantel (Alchemilla) kann ein kräftiger Rückschnitt den gesunden Neuaustrieb und z.T. eine zweite Blüte fördern. Andere Stauden, die nun langsam einziehen wie z.B. Pfingstrosen (Paeonia), können aus optischen Gründen bei starkem Befall schon zurückgeschnitten werden. Bei einzelnen wertvollen Stauden kann ein Fungizid bei Sichtbarwerden der ersten Blattflecken eingesetzt werden, z.B. Duaxo Universal Pilz-Frei mit dem Wirkstoff Diefenoconazol.

 

Hinweis:  Durch die feuchtwarme Witterung tritt regional das Buchsbaumtriebsterben auf, eine Pilzkrankheit, die sich zu Beginn mit orange bis braunen Blattflecken zeigt.

Quelle: Regierungspräsidium Gießen, Dezernat Pflanzenschutzdienst

12.08.2017 Monilia-Fruchtfäule an Apfel – Kirschessigfliege an Brombeeren – Rübenfliege und Blattflecken an Mangold

Monilia-Fruchtfäule an Apfel

Monilia-Fruchtfäule an Apfel

Auf den reifenden Äpfeln haben sich kreisförmige braune Faulstellen entwickelt, die Monilia-Fruchtfäule, die später die ganzen Früchte erfassen. Auf den Faulstellen bilden sich weiß-gelbe ringförmige Schimmelpolster. Die Sporen des Pilzes dringen über kleine Wunden in den Apfel ein, u.a. Fraßstellen von Insekten, und zerstören das Fruchtfleisch. Befallene Früchte müssen regelmäßig geerntet und entsorgt werden. Dichte Baumkronen fördern den Pilzbefall. Auch Birnen, Pflaumen und Kirschen können von der Monilia-Fruchtfäule betroffen sein.

von Kirschessigfliege befallene Brombeere

Kirschessigfliege an Brombeeren

Weiterhin ist die Kirschessigfliege aktiv und führt zur Vermadung der Früchte. Derzeit sind besonders die Brombeeren, späte Himbeeren und z.T. auch Zwetschen betroffen. Wie im Tipp vom 7.Juli erwähnt, legen die Kirschessigfliegen ihre Eier direkt in die reifen Früchte ab. Die sich entwickelnden Larven können witterungsabhängig schon nach 2-3 Tagen nach der Eiablage kollabieren. Die befallenen Früchte müssen regelmäßig geerntet und entsorgt werden um eine weitere Verbreitung der Kirschessigfliegen einzudämmen. In Hessen gibt es an mehreren Standorten Erhebungen über das Vorkommen der Kirschessigfliege – hier finden Sie dazu eine Übersicht.

Rübenfliege und Blattflecken an Mangold

Rübenfliegenlarve an Spinat

Im Mangold ist derzeit regional verstärkt das Auftreten der Rübenfliege zu beobachten. Auf den Blättern sind helle unregelmäßige Flecken zu finden, teilweise kann man die Larven der Rübenfliege in den Miniergängen innerhalb des Blattes sehen. Die Rübenfliegen kommen auch in anderen Kulturen wie z.B. Spinat vor. Durch die feuchte Witterung hat auch der Befall mit Blattflecken, ausgelöst durch den Cercospora-Pilz, zugenommen. Zunächst bilden sich kleine ringförmige braune Flecken mit weißem Zentrum auf den Blättern. Bei starkem Befall können diese dann ineinander übergehen und zum Absterben des Blattes führen.

Hinweis: Buchsbäume sind wieder von Larven des Buchsbaumzünsler befallen, die Larven befinden sich kurz vor der Verpuppung, eine Bekämpfung ist derzeit nicht möglich. Um Buchsbäume vor Befall zu schützen, kann man die Buchsbäume rechtzeitig vor dem Falterflug mit einem Schädlingsschutznetz einnetzen. Durch die feuchtwarme Witterung tritt regional das Buchsbaumtriebsterben auf, eine Pilzkrankheit, die sich zu Beginn mit orange bis braunen Blattflecken zeigt.

Quelle: Regierungspräsidium Gießen, Dezernat Pflanzenschutzdienst

03.08.2017 Echter Mehltau an Wein – Pilze im Rasen – Pflege der blühenden Balkonbepflanzungen

Weintrauben mit Echtem Mehltau

Echter Mehltau an Wein

Der zu nasse aber dennoch warme Juli hat das Wachstum von Pilzen begünstigt, auch die Weinstöcke sind stark ausgetrieben. Auf den Blättern ist anfangs ein weißlicher Belag zuerkennen aus dem später ein graues Pilzgeflecht entsteht. Die jungen Früchte werden ebenfalls mit einem weißen Belag überzogen und platzen später auf. Es handelt sich hierbei um den Echten Mehltau an Wein. Häufig sind geschütztere Weinstöcke an Mauern und Hauswänden stärker befallen. Im Freiland sind die Weinstöcke stärker durch den Falschen Mehltau an Wein betroffen. Die Blätter sind oberseits braun bis grau und auf der Unterseite kann man bei feuchter Witterung einen weißen Pilzbelag erkennen. Gegen beide Krankheiten kann u.a. das Fungizid Cueva Pilzfrei oder Atempo Kupfer-Pilzfrei (Kupferoktanoat) eingesetzt werden, die Wartezeiten sind zu beachten.

Pilze im Rasen

Die Pilze leben ganzjährig im Gartenboden und durchziehen ihn mit einem weitverzweigten Netz aus Pilzmyzel. Pilze gehen häufig Symbiosen mit Pflanzen

Pilze im Rasen

ein und fördern die Nährstoffversorgung der Pflanzen bzw. unterdrücken andere Pilze die Pflanzen schädigen könnten. Bei feucht warmer Witterung bilden die sonst unscheinbaren Pilze auffällige Fruchtkörper mitten im Rasen oder Blumenbeet. Über diese Fruchtkörper setzt der Pilz Sporen frei, die zur Verbreitung des Pilzes dienen. Oft sterben schon nach wenigen Tagen die Fruchtkörper ab und es werden keine neuen mehr nachgebildet. Somit ist eine Bekämpfung des Pilzes nicht nötig. Manchmal handelt es sich bei den Pilzen auch um genießbare Pilze, dies sollte mit Hilfe eines Bestimmungsbuchs geprüft werden. Das Pilze sehr interessante und auch überraschende Lebewesen sind, zeigt die Gesellschaft für Mykologie, die auch regelmäßig den Pilz des Jahres kürt.

Pflege der blühenden Balkonbepflanzungen

Wurzelfäulnis an Topfpflanze

Die ungeschützt stehenden Balkonblumen wie z.B. Geranien, Petunien und Verbenen sehen nun mancherorts wenig ansehnlich aus. Zum einen welken Teile der Pflanzen oder die komplette Pflanze geht ein. Das liegt häufig an Pilzen aber teils auch an Bakterien die im Wurzelbereich zur Fäulnis führen. Diese Fäulnis entsteht bei Staunässe in den Töpfen und daraus resultiert eine mangelnde Durchlüftung der Erde. Zum anderen sind die Blüten mit einem grauen deutlich sichtbaren Pilzbelag überzogen, dem sogenannten Grauschimmel – Botrytis. Hier hilft es, die alten Blüten regelmäßig zu entfernen.

Quelle: Regierungspräsidium Gießen, Dezernat Pflanzenschutzdienst

07.07.2017 Kirschessigfliege in Him- und Brombeeren…Spinnmilben… Mehltau an Apfel.

Kirschessigfliege in Him- und Brombeeren

Schadbild durch Kirschessigfliege

Die ersten Him- und Brombeeren sind nun erntereif. Möglicherweise haben Sie bereits die ersten madigen Früchte bemerkt. Die Kirschessigfliege hat eine Vielzahl an Wirtspflanzen, darunter sind auch viele heimische Obstsorten wie z.B.Himbeeren und Brombeeren. Direkt in die reifenden Früchte legt das Kirschessigfliegenweibchen ihre Eier ab. Im Inneren der Frucht fressen die Larven und zersetzen das Fruchtfleisch. Die Früchte können binnen 2-3 Tagen (witterungsabhängig) nach der Eiablage kollabieren. Im Haus- und Kleingarten gibt es keine chemischen Bekämpfungsmöglichkeiten. Bei einer kleinen Fläche können die Him- und Brombeerpflanzen einige Tage vor der Reifung mit einem sehr engmaschigen Netz (0,8 mm Maschenweite) ein genetzt werden, damit kann der Befall unter Umständen verringert werden. Wichtig: befallen Früchte regelmäßig sammeln und in die Biotonne geben, um die Vermehrung der Fliegen etwas einzudämmen.

 

Zur Vermadung der Kirschen durch Kirschessigfliege und Kirschfruchtfliege können Sie im Pflanzenschutztipp vom 16. Juni 2017 nachlesen.

Spinnmilben

Schadbild durch Spinnmilbe an Rose

Die zurzeit vorherrschende warme und trockene Witterung begünstigt den Befall und die Vermehrung der Spinnmilben. Sie haben eine sehr große Anzahl an Wirtspflanzen und können daher an zahlreichen Pflanzen aus den Bereichen Obst (z.B. Him- und Erdbeeren), Gemüse (Bohnen) und Zierpflanzen (z.B. Rosen) vorkommen. Die Blätter sind vergilbt, bei genauer Betrachtung sieht man feine blass gelbe bis silbergraue Flecken. Bei starkem Befall sind Triebspitzen und einzelne Blätter eingesponnen. Bei genauer Betrachtung und mit Hilfe einer Lupe sind kleine kugelige Spinnmilben erkennbar die meist blattunterseits den Pflanzensaft aussaugen. Die Bekämpfung sollte frühzeitig nach Sichtbarwerden des Befalls erfolgen. Im Handel gibt es eine große Auswahl an Mittel z.B. mit den Wirkstoffen Rapsöl, Pyrethrine, Fenpyroximat oder Kaliseife. Stark befallene Pflanzen sollten nach Möglichkeit entsorgt werden.

Mehltau an Apfel

Apfelmehltau

Die Triebe und jungen Blätter sind mit einem weißen, mehlartigen Belag bestäubt – verursacht durch den Pilz Apfelmehltau –  Podosphaera leucotricha. Neben Apfelbäumen sind auch Quittenbäume betroffen. Die befallenen Triebe sind nach sichtbarwerdendem Befall bis ins gesunde Holz zurück zuschneiden. Das befallen Schnittgut kann kompostiert werden.

 

Weitere Informationen zum Apfelmehltau hat das Kompetenzzentrum Obstbau-Bodensee zusammengestellt.

Quelle: Regierungspräsidium Gießen, Dezernat Pflanzenschutzdienst