03.08.2017 Echter Mehltau an Wein – Pilze im Rasen – Pflege der blühenden Balkonbepflanzungen

Weintrauben mit Echtem Mehltau

Echter Mehltau an Wein

Der zu nasse aber dennoch warme Juli hat das Wachstum von Pilzen begünstigt, auch die Weinstöcke sind stark ausgetrieben. Auf den Blättern ist anfangs ein weißlicher Belag zuerkennen aus dem später ein graues Pilzgeflecht entsteht. Die jungen Früchte werden ebenfalls mit einem weißen Belag überzogen und platzen später auf. Es handelt sich hierbei um den Echten Mehltau an Wein. Häufig sind geschütztere Weinstöcke an Mauern und Hauswänden stärker befallen. Im Freiland sind die Weinstöcke stärker durch den Falschen Mehltau an Wein betroffen. Die Blätter sind oberseits braun bis grau und auf der Unterseite kann man bei feuchter Witterung einen weißen Pilzbelag erkennen. Gegen beide Krankheiten kann u.a. das Fungizid Cueva Pilzfrei oder Atempo Kupfer-Pilzfrei (Kupferoktanoat) eingesetzt werden, die Wartezeiten sind zu beachten.

Pilze im Rasen

Die Pilze leben ganzjährig im Gartenboden und durchziehen ihn mit einem weitverzweigten Netz aus Pilzmyzel. Pilze gehen häufig Symbiosen mit Pflanzen

Pilze im Rasen

ein und fördern die Nährstoffversorgung der Pflanzen bzw. unterdrücken andere Pilze die Pflanzen schädigen könnten. Bei feucht warmer Witterung bilden die sonst unscheinbaren Pilze auffällige Fruchtkörper mitten im Rasen oder Blumenbeet. Über diese Fruchtkörper setzt der Pilz Sporen frei, die zur Verbreitung des Pilzes dienen. Oft sterben schon nach wenigen Tagen die Fruchtkörper ab und es werden keine neuen mehr nachgebildet. Somit ist eine Bekämpfung des Pilzes nicht nötig. Manchmal handelt es sich bei den Pilzen auch um genießbare Pilze, dies sollte mit Hilfe eines Bestimmungsbuchs geprüft werden. Das Pilze sehr interessante und auch überraschende Lebewesen sind, zeigt die Gesellschaft für Mykologie, die auch regelmäßig den Pilz des Jahres kürt.

Pflege der blühenden Balkonbepflanzungen

Wurzelfäulnis an Topfpflanze

Die ungeschützt stehenden Balkonblumen wie z.B. Geranien, Petunien und Verbenen sehen nun mancherorts wenig ansehnlich aus. Zum einen welken Teile der Pflanzen oder die komplette Pflanze geht ein. Das liegt häufig an Pilzen aber teils auch an Bakterien die im Wurzelbereich zur Fäulnis führen. Diese Fäulnis entsteht bei Staunässe in den Töpfen und daraus resultiert eine mangelnde Durchlüftung der Erde. Zum anderen sind die Blüten mit einem grauen deutlich sichtbaren Pilzbelag überzogen, dem sogenannten Grauschimmel – Botrytis. Hier hilft es, die alten Blüten regelmäßig zu entfernen.

Quelle: Regierungspräsidium Gießen, Dezernat Pflanzenschutzdienst

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